Kirchenkunst als Ausdruck der Anbetung

Sakrale Kunst

“Kirchenkunst” ist die Kunst, mit der wir Gegenstände herstellen, die wir zur Anbetung Gottes verwenden und die sich entweder innerhalb oder außerhalb des Tempels befinden. Die Ikonostase selbst, die aus geschnitztem Holz oder Marmor besteht, ist an sich schon ein Kunstwerk. Es gibt auch priesterliche Gewänder und Decken des Heiligen Tisches, die mit Gold bestickt sind. Generell kann alles innerhalb der Kirche ein Werk „kirchlicher Kunst“ sein.

Die Formen der kirchlichen Kunst sind Tempelbau, Ikonographie und Hymnologie. Objekte der kirchlichen Kunst sind alle kirchlichen Gegenstände, priesterlichen Gegenstände, Holzschnitzereien, Wandmalereien.

Der Mensch sucht immer nach Gott, der die Quelle seiner Existenz ist. Und er versucht Wege zu finden, genau diesen Durst auszudrücken, den Gott zu finden, der ihn geschaffen hat, und ihn anzubeten.

Er hält diese Liebe zu Gott nicht nur für eine persönliche Tatsache. Aber er drückt es hauptsächlich in „gemeinsamer Anbetung“ aus. Das heißt, in der „Versammlung“ vieler Gläubiger an einem Ort, um Gott anzubeten. Damit haben wir die erste “Kirche”. Der Begriff Kirche ist viel älter und bedeutet Versammlung des Volkes.

So versammelten sich die Gläubigen zunächst in den Häusern, den sogenannten „Euktirion-Häusern“, wo sie „unisono“, also in zwei Tänzen, beteten und die ersten Hymnen sangen. Sie lasen hauptsächlich aus dem „Psalm“ von „David“ und tatsächlich standen sie alle, was ihre große Liebe und Ehre für Gott zeigt.

Später weichen sie in die „Katakomben“ aus, um den Blicken der Verfolger möglichst zu entgehen. Dort beginnt die erste „kirchliche Kunst“. Das heißt, sie zeichnen in Steinen Formen wie das „Schiff“, was die Kirche als Heilslade impliziert.

Auch der „Fisch“, der auch „Fische“ genannt wird. Und seine Initialen bilden den Satz: „Jesus Christus, Sohn Gottes, Retter“.

Ebenso der „Anker“, der die Heilssicherheit bedeutet. Das heißt, wie ein Schiff, das im Hafen vor Anker geht, hat es keine Angst mehr vor dem Untergang.

Und verschiedene andere Formen, wie das “Heilige Kreuz”, das an vielen Wänden eingraviert ist, denn das Kreuz ist der Stolz und die Kraft der Christen.

Auch der „Weinstock“, der die Vereinigung der Gläubigen mit Christus und untereinander bedeutet. Wie er sagte: „Ich bin der Weinstock und ihr seid die Weinstöcke. Und wer bei mir bleibt, wird viel Frucht tragen.“

Und viele mehr, die sich auf Christus beziehen, der das Zentrum der Anbetung ist. Dann beginnen sie mit der Anbringung der ersten „Ikonen“, die hauptsächlich die Gesichter von Christus und seiner Jungfrau Maria darstellen, um die heilige Verbundenheit und den Herzenswunsch mit dem Einen, der ihnen Leben und Wahrheit geschenkt hat, aufrichtig und treu auszudrücken. Aber auch, um das Bild des Herrn, der so viel von seinen Wundern, seiner irdischen Gegenwart, seiner Kreuzigung und Auferstehung gehört hatte, und von anderen, die sie mutig als Apostel verkündeten, in ihren Gedanken und Augen lebendiger zu halten.

So beginnen die ersten Bilder und werden zum “Lebensmittelpunkt” der Gläubigen und zu ihrem Bezugspunkt zum Lebendigen und für das Auge des Herrn unsichtbaren und erlangen viel Gnade und Heiligkeit.

Später wurden “Tempel” gebaut, die von Christen mit aller Pracht geschmückt wurden, um – so weit wie möglich – die Schönheit des Himmels widerzuspiegeln, nach der wir uns alle sehnen.

So beginnt schon sehr früh – vom allerersten Jahrhundert an – kirchliche Kunst als Ausdruck der Anbetung.

Die kirchliche Kunst hörte nicht in Byzanz oder in der postbyzantinischen Ära auf. Wie alle Künste entwickelte sie sich weiter, auch wenn die originalgetreue Wiedergabe byzantinischer Muster in Malerei und Architektur bis heute unvermindert anhält.

So herrlich die Tradition auch ist, sie muss nicht wiederholt werden. Evolution hört nicht auf. Wichtig ist, den Schöpfer nicht von der Kirche zu distanzieren, sondern wesentlich zu bleiben und das Wesen des Glaubens zu zitieren.

Kirchliche Gegenstände gibt es seit der Antike in Tempeln, weil der Mensch auf diese Weise seinen Schöpfer nachahmt und Gott seine Dankbarkeit ausdrückt.

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